SSP-Jahrestagung 2026: «Parodontologie im Zentrum der multidisziplinären Zusammenarbeit»

SSP-Jahrestagung 2026: «Parodontologie im Zentrum der multidisziplinären Zusammenarbeit»

Am 10. und 11. September 2026 fand in Lausanne der Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Parodontologie (SSP) unter dem Leitthema « Parodontologie – der Schlüssel zur multidisziplinären Zusammenarbeit » statt. Die diesjährige Ausgabe war ein grosser Erfolg und brachte mehr als 270 Teilnehmende zusammen, davon über 40 % aus der Westschweiz.

Das besonders vielfältige und abwechslungsreiche wissenschaftliche Programm vereinte Referentinnen und Referenten verschiedener Generationen aus der Schweiz und dem Ausland.

Die Vorträge beleuchteten zahlreiche Aspekte der modernen Parodontologie, darunter die Pathobiologie parodontaler Erkrankungen, interdisziplinäre Behandlungsansätze, Wurzelresorptionen und Zahntransplantationen sowie die Implantologie und das Management periimplantärer Gewebe. Weitere Themen wie Human Factors in der Zahnmedizin, der rationale Einsatz von Antibiotika, das orale Mikrobiom und die Behandlung periimplantärer Erkrankungen rundeten das vielseitige Programm ab.

Die hohe Qualität der Vorträge und Diskussionen sowie das Engagement der Teilnehmenden, Partner und zahlreichen Sponsoren trugen wesentlich zum Erfolg dieser beiden Kongresstage bei, die von einer wissenschaftlich anregenden, dynamischen und zugleich kollegialen Atmosphäre geprägt waren.

Bericht der Präsidentin

Liebe SSP-Familie

Die Parodontologie ist DER Eckpfeiler der Zahngesundheit, aber auch der allgemeinen Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Eine dauerhafte entzündliche Belastung hinterlässt Spuren und muss therapiert werden. Das Bewusstsein in der Zahnärzteschaft zu schärfen und gemeinsam für die Patienten eine gute Lösung zu finden, ist zentral. Der Patient mit seinem Verständnis für die Notwendigkeit der Therapie und unsere Motivation sind die Schlüssel für den Erfolg der Paro-Therapie. Ohne den gemeinsamen Schulterschluss ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, langfristig die Parodontitis zu stabilisieren.

Im letzten Jahr konnten wir einige Projekte zu diesem Ziel umsetzen. Dabei steht immer die gute Kommunikation auf Augenhöhe im Mittelpunkt der Arbeitsweise.

Die Präsidentenkonferenz auf dem Uetliberg bringt die Nähe zu den SektionspräsidentInnen. Was in der Welt der allgemeinen Zahnmedizin zum Thema Parodontologie bewegt, muss uns interessieren. Aufgrund dieser Nähe kam der Wunsch zum Thema Ernährung/Paro aus dem Kanton Fribourg auf. Daraufhin konnte Prof. Patrick Schmidlin in Rücksprache mit allen Universitäten ein Positionspapier zum Thema Parodontitis und Ernährung erarbeiten.

Ich bedanke mich herzlich bei allen Beteiligten für diesen enormen Effort!

Der OHD (Oral Health Day) der SDH (Swiss Dental Hygienist) Mitte November war im Zeichen des 50-Jahr Jubiläum: eine grosse Erfolgsgeschichte für die ganze CH. Ganz Europa wünscht sich ein Prophylaxe System, wie wir es von unseren Vorgängern geerbt haben. Tragen wir Sorge zu diesen Errungenschaften und bauen wir weiter an den Synergien zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Anstatt Blumen hat die SSP allen DHs der Schweiz einen 50% Rabatt auf den Kongress in Lausanne geschenkt. Ein Bekenntnis zur stetigen Fort- und Weiterbildung zum Wohle der Patienten.

In diesem Rahmen wurde ebenfalls der gemeinsame Anerkennungspreis der SDH/SSP an Frau Deborah Campell verliehen.

Bereits im August 2025 entstand die Idee zum Prophylaxekongress P&P 1.0 in Zusammenarbeit mit der SSPRE. Dank der sehr effizienten Zusammenarbeit mit Prof. Eggmann, Präsident der SSPRE, aus Basel konnte die Erstausgabe in Sursee mit über 230 Teilnehmenden stattfinden und entpuppte sich sogar als kleiner finanzieller Erfolg:

Das «sold out» bereits Ende Dezember 2025 hat uns bestärkt für den P&P 2.0 eine grössere Lokalität zu suchen. Der P&P 2.0 wird am Donnerstag, 4.März 2027 in der Messe Luzern stattfinden. Das Zielpublikum ist die ganze Praxis. Die Kosten pro Person verringern sich, je mehr vom Team dabei sind. Die Idee ist die Teilnahme an einer Fortbildung als Praxisteam, damit das ganze Team die Informationen zur Prophylaxe & Prävention erhält. Eine unité de doctrine, die sich im Praxisalltag als valable Visitenkarte gegenüber den Patienten sehen lassen kann.

In derselben Woche fand der Kongress der SDSA in Basel statt. Die SSP ist bereits zum 3. Mal dabei und kann auf gute Kontakte im Vorstand der SDSA zählen. PD Jean-Claude Imber und Prof. Sahrmann waren beim Workshop resp. den Vorträgen engagiert. Herzlichen Dank von meiner Seite! Der Einsatz der Studenten kann sich sehen lassen und die SSP profitiert ebenfalls von der frühen Kontaktaufnahme.

In diesem Zusammenhang möchte ich die Roadtour SSP/SDSA erwähnen.

Die Idee kam auf, als die SSO Sektion Thurgau mich eingeladen hat zum Thema Parodontologie in der Privatpraxis zu sprechen. Nach einem angeregten Austausch und guten Inputs habe ich den Vorstand der SDSA mit ins Boot geholt, damit sie mich begleiten. GABA unterstützt den Approach. Ich habe allen Sektionen einen Aufruf geschickt, damit sie dieses Angebot nutzen können. St. Gallen und Tessin werden Ende Oktober resp. Anfang November stattfinden. Ich hoffe damit, die Parodontologie bei den Allgemeinpraktikerinnen in den Fokus zu rücken. Ziel ist es, die Lücken zu schliessen, früh einzugreifen und vor allem die Botschaft zu verbreiten, wie cool es ist mit gesunden Geweben zu arbeiten.

Ende März lud die EFP zur GA nach Athen. Jean-Claude Imber und ich durften einige Highlights erleben.

Aus CH-Sicht besonders erwähnenswert ist der postgraduated research prize von Frau Dr. Kiri Lang. In diesem Zusammenhang möchte ich Frau Dr. Kiri Lang ebenfalls herzlich danken für Ihre interessante Tagebuchähnliche Berichterstattung aus Chicago/Michigan, als Stipendiatin der SSP. Dieser sehr persönliche Einblick in die Lebensweise eines Landes hat uns alle bereichert – Danke Kiri für Deinen Beitrag!

Last but not least wurde Frau Professor Mia Rakic aus Bern zur neuen Präsidentin der EFP gewählt. Wir haben uns geehrt gefühlt, dass Sie gestern extra nach Lausanne gekommen ist, um den Kongress zu eröffnen. Den detaillierten Bericht über die GA haben Sie bereits im Mai-Newsletter von PD Dr. Imber lesen können.

Durch das Zusammenkommen in Athen konnte auch der Startschuss für den geplanten DACH-Event 2.0 am EuroPerio in München erfolgen. Bitte reservieren Sie sich bereits

heute das Datum, Donnerstagabend, 11.Mai 2028 in München. Die Details sind in Erarbeitung.

Früchte dieser konstruktiven Zusammenarbeit zeigte sich auch im Sepa Event Ende Mai/Anfang Juni als die SEPA für das «Working Together to Stop Tobacco and Nicotine project» eine internationale Zusammenarbeit mit allen Paro-gesellschaften auf die Beine stellte. Was mit dem DACH-Event am EuroPerio begonnen hat, soll weitergeführt werden. Schneller Austausch und effiziente Umsetzung der Projekte. Danke an die DG Paro, die alle SSP-Mitglieder am Vortrag von Frau Dagmar Slot teilhaben liess und ein grosses Dankeschön an die Referenten Prof. Christoph Ramseier, Prof. Philipp Sahrmann und Dr. Thierry Favrod-Coune und die Moderatorin Frau Dr. Kathrin Lampe Bless für diese gelungene Aktion. Der QR-Code ist immer noch aktiv und Sie können bis Ende Jahr dieses Angebot nutzen. Auf unserer Homepage finden Sie ebenfalls die aktuellen Angebote aus der CH zu dieser Thematik.

Sie sehen, wie viele Projekte aus guter und konstruktiver Zusammenarbeit entstehen können und es würde mich freuen, diese Arbeit im Sinne der Verbreitung unserer parodontalen Maxime zum Wohle aller Patientinnen und Patienten weiterzuführen. Aktuell sind wir in einer Umbruchphase: neu dürfen wir auf die emsige Mitarbeit von Frau Liliane Mérinat zählen.

Ausgebildet an der Paro Bern als DH HF, kennt sie sich bestens aus im Bereich der Parodontologie. Zusätzlich wird die Homepage laufend erweitert und der Vorstand wurde verjüngt.

Ich möchte allen Beteiligten, die diesen Prozess proaktiv und unterstützend begleiten danken. Es ist mir eine grosse Ehre, die SSP zu vertreten und Impulse für die Zukunft zu setzen.

Dieser Bericht wurde ohne den Einsatz von KI erstellt.